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Bierspezialitäten Bierspezialitäten - vielseitig und abwechslungsreich Wohl kaum ein Getränk in Deutschland ist so vielseitig wie das Bier. Es gibt Hunderte von Bierspezialitäten, die in Handel und Gastronomie das Angebot abrunden. Seien es traditionsreiche Biersorten, die typisch für eine bestimmte Region sind, oder neue Kreationen, mit denen die deutschen Brauer den Bedürfnissen der Konsumenten nach Abwechslung entgegenkommen: Gäste und Kunden haben nahezu unbegrenzt Gelegenheit, immer wieder auf's Neue auf den Biergeschmack zu kommen. Die Auswahl ist groß, und einige Bierspezialitäten sollen hier vorgestellt werden: Diätbier Einige Brauereien bieten Biere an, die auch für Diabetiker geeignet sind. Diätbiere sind Voll- oder Schankbiere, die stark gehopft werden und deshalb besonders trocken schmecken. Mit modernsten Gärmethoden können beim Brauprozeß die verwertbaren Kohlehydrate zu 100 Prozent vergoren werden. Diätbiere haben daher einen extrem niedrigen Gehalt an Kohlehydraten und einen geringen Brennwert von rund 32 Kalorien auf 0,1 Liter. Maßvoll genossen können sie nach Rat des Arztes im Diätplan eines Diabetikers berücksichtigt werden. Diätbiere haben praktisch keine Kohlehydrate, enthalten aber Alkohol. Bei alkoholfreien Bieren ist es umgekehrt. Die beiden Biersorten dürfen daher nicht miteinander verwechselt werden. Ice-Beer Wie die englische Schreibweise vermuten läßt, stammt diese Spezialität ursprünglich aus Nordamerika. Sie wird seit einigen Jahren auch von deutschen Brauereien angeboten und setzt einen hohen technischen Aufwand voraus: Nach dem Brauprozeß wird das junge Bier bei extrem niedrigen Temperaturen gelagert. Dabei bilden sich feinste Eis-Kristalle, die die Bitterstoffe binden. Sie werden anschließend herausgefiltert, deshalb hat Ice-Beer einen besonders weichen und milden Geschmack. Das macht es vor allem bei Frauen und jüngeren Bierfreunden sehr beliebt, so daß diese Innovation auch hierzulande immer mehr an Boden gewinnt. Kellerbier Dieses junge Bier wird nicht gefiltert und nicht gespundet. Hefetrüb und ohne viel Kohlensäure kommt es frisch aus dem Brauhauskeller direkt ins Glas des Gastes Kräusenbier Diese helle, naturtrübe und untergärige Spezialität wird sowohl im Faß als auch in Flaschen angeboten. Seinen Namen hat dieses Bier von der Kräuselung, die sich auf der Oberfläche der Würze zeigt, wenn die Vergärung beginnt. Sie wächst dann zu einer dicken Schaumschicht an. Bei einer Stammwürze von rund 11 Prozent besitzt das Kräusenbier rund 4,8 Prozent Alkohol. Rauchbier Diese Spezialität ist typisch für Bamberg. Das Bier erhält sein besonderes Aroma durch Gerstenmalz, das über dem Rauchofen gedarrt wird. Roggenbier Bis zum 15. Jahrhundert wurde Bier üblicherweise aus Roggenmalz gebraut. Danach durfte Roggen aufgrund von Mißernten nur noch zum Backen verwendet werden. Die Brauer wichen als Grundlage für ihr Malz auf Gerste aus, die für die Herstellung von Nahrungsmitteln weniger geeignet ist. Erst 1988 wurde in Bayern die alte Tradition wiederbelebt. Das neuzeitliche Roggenbier wird obergärig eingebraut und hat eine dunkle Farbe. Mit einer Stammwürze von 12 Prozent und knapp 5 Prozent Alkohol ist es ein echtes Vollbier mit vollmundigem Geschmack. Zwickelbier Der keilförmige Holzzapfen, den man früher in das Spundloch eines Lagerfasses schlug, gab diesem Bier seinen Namen. Im eigentlichen Sinne handelt es sich um die Probe, die der Braumeister dem Lagertank entnimmt, den Reifegrad des Bieres festzustellen. Einige Brauereien bieten Zwickelbier zu bestimmten Zeiten an, es ist aber auch das ganze Jahr über in Flaschen zu haben. Diese Spezialität wird nicht gefiltert. Sie enthält besonders viele Vitamine und Mineralien und schmeckt erfrischend leicht. |
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